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So funktioniert es?

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April 2009 – Die renommierte Schweizer Wirtschaftszeitung Agefi schreibt über SFM und die Offshore-Industri

 

agefi

 

Das Konzept

Eine Offshore-Gesellschaft ist eine Gesellschaft mit Sitz in einem Land, wo wenig oder keine Steuern gezahlt und wenig oder keine Buchführungsauflagen eingehalten werden müssen. Wenn eines dieser beiden Kriterien erfüllt ist, kann man von einer Offshore-Jurisdiktion oder einem Offshore-Zentrum sprechen und in diesem Land gegründete Unternehmen werden als „Offshore“-Gesellschaften bezeichnet. Viele Länder wie Zypern oder Gibraltar gelten heute als Offshore-Zentren, denn obwohl es dort Steuern gibt, sind die Steuersätze sehr niedrig und es kann sogar möglich sein, diese völlig zu umgehen. Aktuell wurden vier Hauptbereiche für Offshore-Zentren auf der Welt ausgemacht. Zunächst einmal ist da die Karibik mit den Cayman-Inseln, den Britischen Jungferninseln, Belize usw. Dann gibt es die Region Afrika, zu der die Seychellen und Mauritius gehören, da diese Länder geografisch gesehen dem afrikanischen Kontinent am nächsten sind. Anzumerken ist, dass die Seychellen 2008 das Land mit der größten Zahl an Gründungen weltweit war. Dies ist das Land, das in den letzten paar Jahren das größte Wachstum erlebt hat. Und schließlich ist da noch die asiatisch-pazifische Region mit den Cook-Inseln, Singapur, Hongkong usw. Zurzeit befinden sich alle Offshore-Unternehmen in diesen vier Hauptregionen mit insgesamt etwa 50 Ländern.

Was sind die wichtigsten Kriterien für die Wahl einer Offshore-Jurisdiktion?

Es gibt eine Reihe von Kriterien, die dazu führen, für die Gründung ein bestimmtes Land einem anderen vorzuziehen. Zunächst einmal muss sich dieses Land einer anerkannten politischen Stabilität erfreuen. Als Nächstes muss es über einen guten Ruf verfügen (wichtig für die geschäftlichen Beziehungen und die Eröffnung von Bankkonten). Es muss außerdem über beträchtliche Kommunikationsressourcen verfügen. Stellen Sie sich vor, Sie möchten wichtige Änderungen am Unternehmen vornehmen und die Telefone funktionieren nicht! Die geltenden Unternehmensgesetze müssen ebenfalls anerkannt sein. Die Kosten sind ein weiterer Faktor. Einige Länder erhöhen die Kosten jedes Jahr, während andere lebenslang die gleichen Kosten garantieren! Und schließlich ist Vertraulichkeit ein wichtiger Faktor. Welche Unternehmensdaten könnten öffentlich gemacht werden? Nach sorgfältiger Prüfung dieser Kriterien reduziert sich die Liste der Länder, wo die Gründung eines Unternehmens akzeptabel ist, auf 20.

Offshore-Gesellschaften und Legalität

Heute werden die meisten Offshore-Gesellschaften in einem völlig legalen Rahmen genutzt. Mit legalem Rahmen meine ich vollkommen anerkannte Strategien zur Steueroptimierung oder Nachlassplanung, insbesondere durch Trusts und Stiftungen, die selbst legale Instrumente sind. In England, das so viel Druck auf Offshore-Länder ausübt, zum Beispiel, wie auch in vielen anderen Ländern (mit Ausnahme der Schweiz) ist das Gesetz zu Trusts und deren steuerlichen Vorteilen anerkannt. Dieses Verfahren ermöglicht es Ihnen, Ihr gesamtes Bank- oder Immobilienvermögen, bzw. einen Teil davon an einen Trust zu übertragen. Je nach Art des Trusts legt die Person fest, wer Anspruch auf dieses Vermögen haben soll und hat selbst keinen Zugriff mehr darauf. Wie die Bezeichnung Trust schon sagt, ist dies eine Methode, bei der Vertrauen von grundlegender Bedeutung ist, denn der „Treuhänder“, die Person, die das Vermögen verwaltet, hat (fast) die gesamte Verfügungsgewalt darüber. Da Ihnen das Vermögen nicht mehr gehört, sind Sie hierfür nicht mehr steuerpflichtig. Der Trust hat dann im Allgemeinen ein Offshore-Gesellschaft, um das Geld zu verwalten, an dem es Anteilseigner ist. In unserem Fall geht es bei vielen der Anfragen, die wir erhalten, um Nachlassplanung und Steueroptimierung. Dann gibt es viele Offshore-Unternehmen im Rahmen von Hedgefonds, die ihre Aktivitäten an einem steuerlich interessanten Ort abwickeln möchten. Diese von uns angewandte Vorgehensweisen sind ebenso legal wie anerkannt. Schließlich ist es auch möglich, eine Offshore-Gesellschaft mit einer Tochtergesellschaft in der Schweiz zu gründen. Die Kosten für die Gründung einer solchen Tochtergesellschaft sind viel niedriger als für eine Gesellschaft mit beschränkter Haftung und bieten mehr oder weniger die gleichen Vorteile. Auch ermöglicht Ihnen diese Option, im gesetzlichen Rahmen zu bleiben und gleichzeitig die Kosten zu optimieren.

Der derzeitige Druck und die Risiken

Obwohl er in bestimmten Fällen legitim sein mag, ist der Druck doch ein bisschen heuchlerisch: Tatsächlich sind oft Länder wie das Vereinigte Königreich beteiligt, das übrigens eine der größten Steueroasen der Welt ist. Das Vereinigte Königreich, mit seinen Trusts, den Vorteilen der Nicht-Domizilierung und Wohnsitz und den Kanalinseln ist wahrscheinlich das Land, das es ermöglicht hat, die meisten Steuerhinterziehungen der Welt zu begehen. Schließlich muss man den Tatsachen ins Gesicht sehen: Der aktuelle Druck, dem Offshore-Länder ausgesetzt sind, ist zu einem gewissen Grad legitim, da in den letzten Jahren zahlreiche Banker und Vermögensverwalter diese Offshore-Zentren genutzt haben, um Provisionen für Finanzinstrumente zu erhalten, die selbst bankrottgegangen sind. Wenn ein Manager Provisionen für den Verkauf eines Hedgefonds erhalten hat, der danach bankrottgegangen ist, ist es nur natürlich, dass Sie verstärkte Kontrolle über diese Länder haben möchten. Wenn die genutzten Zentren natürlich Länder sind, von denen die G-20-Staaten nicht profitieren, erhöhen sie den Druck auf diese, und die aktuelle Krise trägt dazu bei, die öffentliche Meinung einfacher beeinflussen zu können. Während hinter diesen Maßnahmen legitime Gründe stehen, sind diese öfter von Gewinnaussichten motiviert. Wie dem auch sei, es hat immer Offshore-Zentren gegeben und es wird sie wahrscheinlich auch immer geben. Während einige schließen, entstehen Neue. Ich denke insbesondere an die Britischen Jungferninseln, die lange das bekannteste und am meisten genutzte Offshore-Zentrum waren, die jedoch 2008 unter Druck gerieten und Abkommen zum Steuerinformationsaustausch mit mehreren Regierungen wie dem Vereinigten Königreich unterzeichnen mussten. Das Ergebnis ist, dass die Landkarte der Offshore-Zentren ständig neu gezeichnet wird und sich mittlerweile in Richtung Naher Osten und Asien-Pazifik bewegt, Regionen, die angesichts ihrer Größe und Bedeutung im internationalen Handel weniger Druck ausgesetzt sind. Tatsächlich wurde auf die Zentren in der Karibik so viel Druck ausgeübt, dass sich die Aktivität auf andere Zentren verlagert hat. Die Sanktionen im Rahmen der derzeitigen Krise sind sie derzeit noch nicht klar definiert worden, aber alles deuten darauf hin, dass eine Steuer auf Überweisungen in Steueroasen bestimmt wirksamer ist als Sanktionen. Im Hinblick darauf hat der Bundesrat im Interesse des Bankgeheimnisses Konzessionen gemacht, da eine Steuer auf alle Transfers Richtung Eidgenossenschaft für die Industrie des Landes verheerend wäre.

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